Aktualisiert am 17. Februar 2024 von Angelika

  1. Als Kind wollte ich Tarzan heiraten (damals lief samstags eine Tarzan-Serie mit Ron Ely im Fernsehen. Kennt die noch jemand?). Zur Vorbereitung strickte ich mit einer Strickliesel eine Liane (tatsächlich ein relativ dünner etwa 12 m langer Wollwurm), mit dem ich mich aus dem dritten Stock – wo wir wohnten – vom Fensterbrett abseilen wollte. Mein Vater kam in letzter Sekunde ins Kinderzimmer und rettete mich vor dem Absprung.
  1. Seit über 20 Jahren schreibe ich Kurzgeschichten in einer Literaturwerkstatt. Eine Zeitlang veröffentlichten wir jedes Jahr ein Buch.
  1. Als Kind wollte ich zuerst Lehrerin werden, später Journalistin oder Schriftstellerin.
  1. Obwohl ich in Mathematik neben Physik die schlechtesten Schulnoten hatte, arbeitete ich später jahrelang als Projekt-Controllerin und liebte es, den Zahlen auf den Grund zu gehen.
  1. Ich komme zu Terminen fast immer zu spät, außer beim Verreisen und wichtigen Behördengängen – da kann ich auch pünktlich sein.
  1. Dementsprechend finde ich es besonders schlimm, wenn Besuch zu früh kommt. Das bringt mich völlig aus dem Konzept und es kann sein, dass mit dem Essen auf dem Herd schlimme Dinge passieren.
  1. Ich kann nicht lügen, aber schweigen.
  1. In meinem Leben bin ich schon 15-mal umgezogen.
  1. Mit 22 zog ich der Liebe wegen nach Bremen.
  1. In Bremen kam meine Tochter zur Welt – das Beste, was mir im Leben passiert ist 😍.
  1. Mit 24 hatte ich einen Mann, ein Baby und zwei Stiefsöhne im Teenager-Alter. Es war herausfordernd.
  1. Mit 27 ließ ich mich scheiden.
  1. Nach meiner Rückkehr in meine Heimatstadt Sindelfingen habe ich 27 Jahre lang in einem globalen IT-Unternehmen gearbeitet.
  1. Ich hatte berufliche Einsätze in Südafrika, Indien, Kalifornien und einer Reihe europäischer Länder.
  1. Im Liliesleaf-Guesthouse im Norden Johannesburgs begegnete ich 2005 beim Frühstück Arthur Goldreich, einem ehemaligen Mitstreiter Nelson Mandelas, der die Liliesleaf-Farm gemeinsam mit Harold Wolpe – einem weiteren ANC-Mitbegründer – Anfang der 1960er-Jahre gekauft hatte. Er erzählte mir, dass Nelson Mandela hier als Gärtner getarnt untergetaucht war, zeigte mir, wo die Anti-Apartheid-Kämpfer ihre Waffen vergraben hatten und erzählte mir von seiner (Goldreichs) Flucht aus dem Gefängnis. Dieses Erlebnis hat mich sehr bewegt.

    Die besten Reisetipps für Südafrika findest du übrigens bei travelbuddieslifestyle.com.
Haupthaus der Liliesleaf Farm, Rivonia, Sandton, 2005 - angiestravelroutes.com
Im Erker des Haupthauses von Liliesleaf befand sich der Frühstücksraum, in dem ich im Juni 2005 Arthur Goldreich, einem Mitstreiter Nelson Mandelas, begegnete.
  1. Als Kind mochte ich keinen Milchreis, keinen Grießbrei und keine warme Milch. Das ist bis heute so geblieben.
  1. Ich bin gelernte Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch. In allen meinen Jobs (also 37 Berufsjahre lang) habe ich auf Englisch kommuniziert und viele Jahre lang in internationalen Teams gearbeitet. Der Kontakt und ständige Austausch mit Menschen aus der ganzen Welt war für mich der schönste Teil der Arbeit. Deshalb habe ich diesen Blog zweisprachig aufgesetzt 🙃.
  1. Mit Mitte dreißig nahm ich (damals alleinerziehend) ein betriebswirtschaftliches Abendstudium in Angriff, das ich erfolgreich abschloss, was mir beruflich einige Türen öffnete.
  1. In der Schule war ich nicht besonders gut in Englisch, bis ich mit 13 zum Beatles-Fan wurde und begeistert alle Song-Texte mithilfe des Wörterbuchs übersetzte (das war lange bevor es Computer gab). Meine Englischnote verbesserte sich innerhalb eines Schuljahres von 3 auf 1.
  1. Mit 11 brachte ich mir das Schreibmaschineschreiben im 10-Finger-System auf der mechanischen Schreibmaschine meiner Mutter bei.
  1. Als ich maschineschreiben konnte, besserte ich mein Taschengeld auf, indem ich für den Arbeitgeber meines Vaters Adress-Etiketten für Werbesendungen beschriftete. Pro Adresse gab es 7,5 Pfennig.
  1. Mit dem Geld vom Adressen tippen sowie einem Ferienjob in der Reklamationsabteilung der Sparkasse finanzierte ich mir mit 15 eine dreiwöchige Sprachreise nach London.
  1. Während des London-Aufenthalts gelang es mir mit zwei gleichgesinnten Mädchen, im Friar Park von Henley-on-Thames zum festungsartig gesicherten Schloss von George Harrison vorzudringen.
Friar Park, Henley-on-Thames, England, 1977 - Angelika und eine Freundin am Tor - angiestravelroutes.com
1977 auf den Spuren George Harrisons am Tor von Friar Park in Henley-on-Thames.
  1. Der Ausflug nach Henley-on-Thames hatte sich so ausgedehnt, dass unser Gastvater die Polizei alarmierte, weil wir nicht rechtzeitig zum Abendessen zu Hause waren.
  1. Mit der gleichen Fangruppe lungerte ich vor Paul McCartneys Haus in London herum, bis uns seine Adoptivtochter verscheuchte.
  1. In London machte ich auch zum ersten Mal im Leben Bekanntschaft mit McDonald’s. Das Essen dort schmeckte mir so gut, dass ich an einem Nachmittag fünf Hamburger, drei Portionen Pommes und zwei Apple Pies verdrückte. Am nächsten Morgen war mir so übel, dass ich nicht in den Unterricht gehen konnte.
  1. Heute würde ich bei McDonald’s nur noch essen, wenn ich kurz vor dem Hungertod stünde (was unwahrscheinlich ist).
  1. Ich liebe Kaffee und Kuchen am Nachmittag, und gönne mir das fast täglich.
  1. Auf Reisen habe ich fast immer ein Reisebügeleisen im Gepäck.
  1. Mein Reisegepäck hat meistens Übergewicht. Deshalb musste ich schon viele Reisebügeleisen an Flughäfen zurücklassen.
Mit dickem Koffer und zwei Rucksäcken am Stuttgarter Flughafen - angiestravelroutes.com
2019 flog ich mit dickem Koffer und zwei Rucksäcken nach Australien.
  1. Meine Freundin Paula, mit der ich oft verreise, lebt in Australien. Wir haben uns 2005 auf einer Garden-Route-Tour in Südafrika kennengelernt.
  1. Trotz meines meiner Meinung nach perfekten Hochdeutschs wurde ich während meiner Bremer Zeit von jeder und jedem als Schwäbin identifiziert.
  1. Am Anfang kam ich mir in Bremen beim Einkaufen wie eine Ausländerin vor. Dort heißt nämlich Fleischwurst = Gekochte, Lyoner = Mortadella, Salami = Mettwurst, gerauchter Bauch = gestreifter Speck, Schweinehals = Nackenkotelett etc. pp. Es war sehr frustrierend.
  1. Meine erste Single war Nutbush City Limits von Ike & Tina Turner, meine erste LP Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band von den Beatles.
  1. Als Kind hatte ich Spaß daran, aufs Garagendach zu klettern und von oben runter auf den asphaltierten Hof zu springen.
  1. Ich erkunde Städte gern zu Fuß. Da kann ich an einem Tag schon mal 20 km laufen, wozu ich sonst keine Lust habe.
  1. Die erste Auslandsreise mit meinen Eltern und meiner Schwester ging nach Poreč (damals Jugoslawien) – mit geliehenem Hauszelt und einem alten Simca.
  1. Meine erste Fernreise war ein Besuch bei meiner Schulfreundin in Florida 1993, zusammen mit meiner damals 6-jährigen Tochter.
  1. Meine erste Safari habe ich 2003 mit meiner südafrikanischen Kollegin und ihrem Mann gemacht, die mit mir übers Wochenende von Johannesburg aus in den Pilanesberg Nationalpark gefahren sind. Seither bin ich mit dem Afrika-Virus infiziert.
  1. Ich habe erst durch die Pandemie erkannt, wie sehenswert Deutschland ist und was es hier alles zu entdecken gibt.
  1. Mit 56 hatte ich einen Burnout und habe deswegen meinen Job aufgegeben.
  1. Ich möchte nur noch Dinge tun, die mir wirklich Spaß machen. Beim Bloggen kann ich meine Hobbys – Reisen, Schreiben und Fotografieren – miteinander verbinden.
  1. Während der Pandemie begann ich, auf Instagram über meine Reisen zu posten. Früher hatte ich mit Social Media nichts am Hut.
  1. Ich möchte nie aufhören, Neues zu lernen.
  1. Mein erstes Auto war ein alter VW-Käfer, Baujahr 1972. Bei Regen hat sich immer Wasser im Fußraum gesammelt.
  1. Ich habe mit 12 einen Judo-Kurs gemacht und mein Leben lang nicht verlernt, wie man sich beim Fallen richtig abrollt. Das hat mir schon oft buchstäblich den Kopf gerettet – ich bin nämlich ziemlich schusselig und stolpere manchmal über meine eigenen Füße.
  1. Ich trinke morgens Schwarztee, mittags grünen Tee, nachmittags Cappuccino und abends Rotbuschtee (oder Rotwein). Früchtetees und aromatisierte Tees mag ich überhaupt nicht.
  1. Ich hasse Kreuzkümmel 🤢. Beim Arbeitseinsatz in Chennai ernährte ich mich drei Wochen lang mittags von Käsetoast und Obstsaft, Müsliriegeln (die ich in weiser Voraussicht aus Deutschland mitgebracht hatte) und einem Snack in der Hotelbar am Abend.
  1. 1979 war ich auf Klassenfahrt in Berlin. In der Bernauer Straße konnten wir von einem Besucherturm über die Mauer auf die andere Seite schauen. Den Mauerfall 1989 habe ich als junge Mutter vor dem Fernseher verfolgt. Irgendwie erfüllt es mich mit Ehrfurcht, dass ich schon so viel Geschichte erlebt habe.
Berliner Mauer am Brandenburger Tor 1979 - Graffiti "Unsere Freiheit ist ihre Stärke", davor ein Schild "Achtung, Sie verlassen jetzt West-Berlin" - angiestravelroutes.com
Die Berliner Mauer am Brandenburger Tor 1979 mit Graffiti „Unsere Freiheit ist ihre Stärke“, davor ein Schild „Achtung, Sie verlassen jetzt West-Berlin“.
  1. Ich brauche beim Schlafen absolute Stille und schlafe deshalb stets mit Ohropax.
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