Drei Tage hatte ich für das Saarland eingeplant. Das klang zunächst vernünftig: Die Entfernungen sind kurz, Saarbrücken liegt zentral, und einige Orte wie St. Wendel und die Abtei Tholey kannte ich bereits von einem früheren Besuch während der Weihnachtsmarktzeit.
Vor Ort merkte ich allerdings schnell, dass ein kleines Bundesland nicht automatisch ein kleines Reiseprogramm bedeutet.
Zwischen der Völklinger Hütte, der Saarschleife, den barocken Plätzen von Saarbrücken und den modernen Kirchenfenstern in Tholey liegen nur kurze Fahrstrecken. Inhaltlich trennen diese Orte jedoch ganze Epochen: römische Geschichte, mittelalterliche Klosterkultur, barocke Stadtplanung, Industrialisierung und zeitgenössische Kunst. Dazu kommen Waldlandschaften, Aussichtspunkte und eine spürbar französisch geprägte Lebensart.
Gerade diese Mischung hat mich überrascht. Weniger erwartet hatte ich die unterirdischen Reste der Saarbrücker Burg und die monumentale Wirkung der Völklinger Hochöfen als Kulisse für internationale Ausstellungen. In der Abtei Tholey war ich zwar gezielt wegen der Gerhard-Richter-Fenster, doch besonders spannend fand ich ihr Zusammenspiel mit den farbintensiven Fenstern der deutsch-afghanischen Künstlerin Mahbuba Maqsoodi.
Saarbrücken erwies sich für meine Reise als der richtige Standort. Von dort erreichte ich die wichtigsten Ziele bequem mit dem Auto und konnte abends rund um den St. Johanner Markt einkehren. Trotzdem waren drei Tage knapp bemessen. Für mein Programm wären vier volle Tage ideal gewesen; für eine entspannte Saarlandreise mit zusätzlichen Natur- und Erholungstagen empfehle ich mindestens eine Woche.
In diesem Artikel nehme ich dich mit zu den Orten, die mich besonders beeindruckt haben. Außerdem zeige ich dir, welche Ausflugsziele sich gut miteinander verbinden lassen und was bei meinem nächsten Aufenthalt noch auf meiner Liste steht.
- Saarbrücken entdecken: St. Johanner Markt, Saarbrücker Schloss, Ludwigskirche und die unterirdische Burganlage im Historischen Museum Saar zeigen die vielen Facetten der Landeshauptstadt.
- Völklinger Hütte erleben: Das UNESCO-Welterbe verbindet monumentale Industriekultur mit zeitgenössischer Kunst und hochkarätigen Ausstellungen.
- Saarschleife von oben sehen: Vom barrierearmen Baumwipfelpfad und seinem Aussichtsturm öffnet sich der umfassendste Blick auf das bekannteste Landschaftsmotiv des Saarlandes.
- Abtei Tholey und Schaumberg verbinden: In der Abteikirche treffen Gerhard Richters abstrakte Chorfenster auf Mahbuba Maqsoodis Darstellungen biblischer Szenen; vom Schaumbergturm reicht der Blick weit über das Land.
- St. Wendel besuchen: Die Wendelinusbasilika und die historische Innenstadt mit ihren Cafés, Restaurants und kleinen Geschäften machen die Stadt zu einem angenehmen Ziel für einige Stunden.
- Im Saarkohlenwald unterwegs sein: Eine kleine Wanderung im Urwald vor den Toren der Stadt lässt sich gut mit einer Einkehr im Forsthaus Neuhaus verbinden.
Transparenzhinweis: Diese Reise entstand in Zusammenarbeit mit der Saarland Tourismus Zentrale. Meine Übernachtungen in Saarbrücken wurden übernommen. Auf meine Auswahl der vorgestellten Orte sowie meine persönlichen Einschätzungen und Empfehlungen hatte die Kooperation keinen Einfluss.
Deine Saarlandreise auf einen Blick
Kurz erklärt: Warum das Saarland so französisch geprägt ist
Die Geschichte des Saarlandes ist eng mit seiner Lage an der deutsch-französischen Grenze verbunden. Über Jahrhunderte gehörten die heutigen Landesteile zu unterschiedlichen Territorien und standen zeitweise unter französischer Herrschaft. Nach dem Wiener Kongress von 1815 fiel der größte Teil der Region an Preußen beziehungsweise Bayern.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Saargebiet für 15 Jahre dem Völkerbund unterstellt, während Frankreich die wirtschaftliche Kontrolle über die Kohlegruben erhielt. Bei einer Volksabstimmung im Jahr 1935 entschied sich eine deutliche Mehrheit für die Rückkehr zum Deutschen Reich. Zu diesem Zeitpunkt waren die Nationalsozialisten dort bereits seit zwei Jahren an der Macht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt das Saarland erneut einen Sonderstatus und war politisch sowie wirtschaftlich eng an Frankreich gebunden. 1955 lehnten die Saarländer in einer weiteren Volksabstimmung das geplante europäische Saarstatut ab. Daraufhin wurde das Saarland am 1. Januar 1957 das zehnte Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Die wirtschaftliche Eingliederung folgte 1959 mit der Einführung der D-Mark.
Diese wechselvolle Geschichte wirkt bis heute nach: in der regionalen Identität, der Küche, der Sprache und dem selbstverständlichen Austausch mit dem französischen Nachbarn.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Saarland auf der Karte
Auf dieser Karte findest du alle Orte, die ich während meiner Reise besucht habe, sowie weitere Ziele, die ich bei meinem nächsten Aufenthalt im Saarland kennenlernen möchte. Du kannst die Karte öffnen, auf dem Smartphone speichern und für deine eigene Reiseplanung nutzen. Wie das im Detail funktioniert, erkläre ich in meinem Artikel Route planen mit Google Maps – die komplette Anleitung und 3 Extra-Tipps.
Saarbrücken eignet sich sehr gut als zentraler Standort: Die meisten Sehenswürdigkeiten erreichst du von dort in weniger als einer Stunde mit dem Auto. Besonders gut lassen sich die Abtei Tholey, der Schaumberg und St. Wendel zu einem Tagesausflug verbinden. Für die Saarschleife, Mettlach und die römischen Stätten bei Perl solltest du je nach Programm einen bis zwei Tage einplanen.
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Mehr InformationenSaarbrücken: Barock, Geschichte und französisches Savoir-vivre
Saarbrücken war für mich nicht nur der praktische Ausgangspunkt meiner Reise. Die Landeshauptstadt gehört selbst zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Saarlandes und verdient mindestens einen vollen Tag.
Auf den ersten Blick wirkt Saarbrücken weniger geschlossen historisch als viele klassische Altstädte. Gerade das macht die Stadt interessant: Barocke Plätze und Kirchen treffen auf Spuren des Zweiten Weltkriegs, unterirdische Überreste einer mittelalterlichen Burg, Erinnerungsorte der deutsch-französischen Geschichte und eine lebendige Innenstadt mit vielen Restaurants und Straßencafés.
Besonders gut gefiel mir die entspannte Atmosphäre rund um den St. Johanner Markt. Gleichzeitig überraschte mich, wie viel Geschichte sich rund um das Saarbrücker Schloss und im Historischen Museum Saar entdecken lässt.
St. Johanner Markt, Basilika und Rathaus: Das lebendige Zentrum Saarbrückens
Der St. Johanner Markt ist das Herz der Saarbrücker Altstadt. Rund um den barocken Stengelbrunnen reihen sich Restaurants, Straßencafés und kleine Geschäfte aneinander. Der Brunnen wurde von Friedrich Joachim Stengel entworfen, der das Stadtbild Saarbrückens im 18. Jahrhundert entscheidend prägte.
Gemeinsam mit dem Saarbrücker Schloss und der Ludwigskirche bildet der Markt das sogenannte Stengelsche Dreieck. Die drei Orte sind durch Sichtachsen miteinander verbunden und zeigen, dass Stengel nicht nur einzelne Gebäude plante, sondern die Stadt als zusammenhängendes barockes Ensemble gestaltete.
Ich kam während meines Aufenthalts immer wieder hierher zurück. Nach langen Besichtigungstagen ist der St. Johanner Markt ein angenehmer Ort, um draußen zu essen und den Abend ausklingen zu lassen. Hier zeigt sich Saarbrückens französisches Flair besonders deutlich.
Nur wenige Schritte entfernt steht die Basilika St. Johann, die ebenfalls nach Plänen Stengels errichtet wurde. Hinter der barocken Fassade überrascht ein heller, reich ausgestatteter Innenraum.
Sehenswert ist auch das neugotische Rathaus St. Johann mit seinem hohen Turm. Im Treppenhaus erinnert eine Büste an Willi Graf, der einen großen Teil seiner Jugend in Saarbrücken verbrachte und als Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose 1943 hingerichtet wurde.
Weitere Erinnerungsorte befinden sich auf dem Alten Friedhof St. Johann, wo Willi Graf in einem Ehrengrab bestattet ist, und bei der Jugendkirche eli.ja. Dort läutet die Willi-Graf-Glocke täglich um 17 Uhr. Diese Orte konnte ich während meiner Reise nicht mehr besuchen, möchte sie aber bei einem weiteren Aufenthalt ergänzen.
Vom St. Johanner Markt erreichst du viele weitere Sehenswürdigkeiten zu Fuß. Über die Alte Brücke gelangst du zum Saarbrücker Schloss und zum Historischen Museum Saar; auch die Ludwigskirche liegt nur wenige Gehminuten entfernt.
💡 Mein Tipp: Plane für Saarbrücken nicht nur ein Abendessen ein. Rund um den St. Johanner Markt, das Schloss und die Ludwigskirche lässt sich ein abwechslungsreicher Stadtrundgang gestalten, den du mit dem Historischen Museum Saar zu einem vollen Besichtigungstag erweitern kannst.





Saarbrücker Schloss und Schlossplatz
Das Saarbrücker Schloss thront auf einem Sandsteinfelsen am linken Ufer der Saar im historischen Stadtteil Alt-Saarbrücken. An dieser Stelle standen seit dem Mittelalter mehrere Burgen und Schlösser, bevor Friedrich Joachim Stengel im 18. Jahrhundert eine barocke Residenz für die Fürsten von Nassau-Saarbrücken errichtete.
Vom ursprünglichen Barockschloss ist nur ein Teil erhalten geblieben. Nach Zerstörungen und zahlreichen Umbauten erhielt der Mittelbau in den 1980er-Jahren seine markante gläserne Fassade nach Plänen des Architekten Gottfried Böhm. Heute befindet sich im Schloss der Verwaltungssitz des Regionalverbandes Saarbrücken.
Mein erster Eindruck vom Schlossplatz war der einer riesigen, beinahe menschenleeren Fläche in Weiß. Schlossfassade, umliegende Gebäude und die hellen Pflastersteine verleihen dem Platz eine ungewöhnlich klare, fast strenge Wirkung. Erst beim genaueren Hinsehen entdeckt man, dass sich in seiner Mitte einer der eindrucksvollsten Erinnerungsorte Saarbrückens verbirgt.
Das Unsichtbare Mahnmal erinnert an die während der nationalsozialistischen Herrschaft zerstörten und geschändeten jüdischen Friedhöfe. Studierende der Hochschule der Bildenden Künste Saar meißelten heimlich die Namen von insgesamt 2.146 jüdischen Friedhöfen in die dunklen Pflastersteine des Mittelstreifens. Anschließend wurden die Steine mit der beschrifteten Seite nach unten wieder in den Boden eingesetzt. Das Mahnmal ist daher tatsächlich unsichtbar. Gerade dieses Wissen verändert jedoch die Wahrnehmung des scheinbar leeren Platzes.
Ein Stück unterhalb des Schlosses, am Schlossberg in Richtung Alte Brücke, steht die spätgotische Schlosskirche. Seit dem 17. Jahrhundert diente sie als Grablege der Fürsten von Nassau-Saarbrücken. Heute gehört sie zur Alten Sammlung des Saarlandmuseums. Im Kirchenraum werden unter anderem fürstliche Barockgrabmäler, mittelalterliche Skulpturen und weitere Werke sakraler Kunst gezeigt.
In unmittelbarer Umgebung des Schlossplatzes liegen mehrere Museen und Kulturorte, darunter das Historische Museum Saar und das Museum für Vor- und Frühgeschichte. Vom Schlossgarten auf der Rückseite öffnet sich außerdem ein weiter Blick über die Saar und die Innenstadt.


Historisches Museum Saar: Unterirdische Burganlage und bewegte Landesgeschichte
Mein eigentlicher Besichtigungsschwerpunkt lag nicht im Schloss selbst, sondern im Historischen Museum Saar am Schlossplatz. Es verbindet die unterirdischen Reste der mittelalterlichen Burganlage mit einer umfangreichen Ausstellung zur Geschichte des Saarlandes von 1870 bis 1959.
Die ersten unterirdischen Mauern wurden in den 1930er-Jahren bei Bauarbeiten wiederentdeckt; der historische Burggraben wurde erst in den 2000er-Jahren freigelegt. Heute führt der Museumsrundgang bis zu 14 Meter unter den Schlossplatz. Dort siehst du unter anderem Wehrmauern, Bastionen, Kasematten, eine Schießkammer und ein ehemaliges Verlies.
Der Bereich ist modern und interaktiv gestaltet. Projektionen auf dem historischen Buntsandstein erläutern einzelne Teile der Anlage, während ein großformatiger Animationsfilm die Entwicklung von der frühmittelalterlichen Turmburg bis zum heutigen Schloss zeigt. Dadurch lassen sich die freigelegten Mauern wesentlich besser einordnen.
Mindestens ebenso spannend fand ich die Dauerausstellung zur jüngeren Geschichte des Saarlandes. Sie zeigt, wie stark die Grenzregion von Industrialisierung, Kriegen, politischen Umbrüchen und dem wechselnden Verhältnis zu Deutschland und Frankreich geprägt wurde.
Besonders beschäftigt hat mich die Abteilung zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Saarbrücker Schloss diente damals als Sitz der Gestapo. In der original erhaltenen Arrestzelle mit den Inschriften der dort Inhaftierten kommt man der Geschichte sehr nah. Auch die Volksabstimmung von 1935 und ihre politischen Hintergründe werden ausführlich eingeordnet.
Für mich war das Historische Museum Saar eine der größten Überraschungen in Saarbrücken. Plane genügend Zeit ein, um neben der unterirdischen Burg auch die Dauerausstellung in Ruhe anzusehen.
Historisches Museum Saar auf einen Blick




Ludwigskirche und Ludwigsplatz: Barock als Gesamtkunstwerk
Nur wenige Gehminuten vom Schloss entfernt liegt mit der Ludwigskirche das bedeutendste barocke Ensemble Saarbrückens. Friedrich Joachim Stengel entwarf nicht nur die 1775 fertiggestellte Kirche, sondern auch den Ludwigsplatz mit den umliegenden Palais und Beamtenhäusern als einheitliche Anlage.
Die Kirche steht frei in der Mitte des rechteckigen Platzes. Ihre Fassade aus hellbraunen und rötlichen Steinen, die geschwungenen Formen und der schlanke Turm wirken aus jeder Perspektive etwas anders. Am besten erschließt sich Stengels Idee, wenn du einmal um den gesamten Platz gehst und dabei auch auf die angrenzenden Straßen und Sichtachsen achtest.
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Ludwigskirche und große Teile des Platzes fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau zog sich über mehrere Jahrzehnte hin und orientierte sich weitgehend am historischen Erscheinungsbild.
Auch der Innenraum ist hell und klar gestaltet. Die umlaufenden Emporen richten den Blick auf Kanzel, Altar und Orgel. Für mich liegt der besondere Reiz der Ludwigskirche jedoch vor allem im Zusammenspiel von Kirche, Platz und umgebender Architektur.
Ludwigskirche auf einen Blick

Deutsch-Französischer Garten: Parkanlage mit Geschichte
Der Deutsch-Französische Garten liegt etwas außerhalb der Saarbrücker Innenstadt und bildet einen angenehmen Kontrast zu den Museen und barocken Bauwerken im Zentrum. Mit rund 50 Hektar ist er die größte Grünanlage der Stadt.
Entstanden ist der Park aus der Deutsch-Französischen Gartenschau von 1960, die nur wenige Jahre nach der Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik stattfand. Die Gartenschau war weit mehr als ein Freizeitprojekt. Nach Jahrzehnten voller Kriege, Grenzverschiebungen und politischer Spannungen sollte sie ein sichtbares Zeichen der deutsch-französischen Aussöhnung setzen.
Bis heute trägt der Park diese Geschichte in seinem Namen. Seit 2001 steht er zudem als charakteristisches Beispiel der Gartenarchitektur der 1950er- und 1960er-Jahre unter Denkmalschutz.
Im Mittelpunkt liegt der Deutschmühlenweiher, um den sich Spazierwege, Rasenflächen, Themengärten und alte Baumbestände gruppieren. Der Park besitzt stellenweise einen gewissen Retro-Charme, der gut zu seiner Entstehungszeit passt. Bei meinem Besuch war er vor allem ein ruhiger Ort für einen Spaziergang abseits der Innenstadt.
Zu den Freizeiteinrichtungen gehören unter anderem Tretboote, eine Kleinbahn und eine Seilbahn, mit der du dir einen Überblick über die weitläufige Anlage verschaffen kannst. Dazu kommen Restaurants, Cafés und große Wiesenflächen.
Für mich ist der Deutsch-Französische Garten vor allem wegen seiner symbolischen Bedeutung interessant. Er verbindet Naherholung mit der jüngeren Geschichte des Saarlandes und zeigt, wie bewusst die Annäherung an Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg auch im öffentlichen Raum sichtbar gemacht wurde.
Deutsch-Französischer Garten auf einen Blick

Völklinger Hütte: Industriekultur und Kunst im UNESCO-Welterbe
Die Völklinger Hütte ist das erste Industriedenkmal aus der Blütezeit der Industrialisierung, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Das ehemalige Eisenwerk blieb mit seinen Hochöfen, Gebläsemaschinen, Förderanlagen und kilometerlangen Rohrsystemen nahezu vollständig erhalten. Heute ist es Museum, Ausstellungsort, Veranstaltungsgelände und ein eindrucksvolles Zeugnis der saarländischen Industriegeschichte zugleich.
Ich besuchte die Völklinger Hütte am UNESCO-Welterbetag, der jedes Jahr am ersten Sonntag im Juni stattfindet, und nahm an einer Führung teil. Das würde ich auch allen empfehlen, die zum ersten Mal hier sind. Das Gelände ist riesig und stellenweise so verschachtelt, dass man leicht die Orientierung verliert. Bei einer Führung erfährst du außerdem, wie die einzelnen Anlagen zusammenwirkten und unter welchen Bedingungen hier Eisen produziert wurde.
Schon der Eingang ist ungewöhnlich: Du betrittst das Hüttengelände durch den monumentalen Wasserhochbehälter, in dem sich heute der Empfangsbereich, der Museumsshop und ein Café befinden. Anschließend führt der Rundgang durch Hallen, über Freiflächen und zwischen einem kaum überschaubaren Geflecht aus Rohren, Schienen und Stahlkonstruktionen hindurch.
Für bestimmte Bereiche besteht Helmpflicht. Die Schutzhelme erhältst du an der Helmstation und gibst sie dort nach dem Rundgang wieder ab.
Besonders eindrucksvoll ist der Aufstieg zur Gichtbühne und zur Aussichtsplattform über der Hochofengruppe. Über schmale und teilweise steile Gittertreppen gelangst du bis auf 45 Meter Höhe. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität steht ein kleiner Aufzug zur Verfügung, mit dem sich ein Teil des Höhenunterschieds überwinden lässt.
Oben erklärte uns der Guide am Beispiel von Hochofen 5, wie die Anlage mit Erz und Koks beschickt und das flüssige Roheisen beim Hochofenabstich abgelassen wurde. Die technischen Einzelheiten konnte ich mir nicht alle merken. Direkt vor den gewaltigen Anlagen wurde jedoch sehr anschaulich, welche Dimensionen die Eisenproduktion besaß.
Auch der Erzschrägaufzug verdeutlicht, wie eng die einzelnen Bereiche miteinander verbunden waren. Über ihn wurden die Rohstoffe zur Gichtbühne transportiert und anschließend auf die sechs Hochöfen verteilt.
Kunst, Ausstellungen und Erinnerungskultur
Die monumentale Gebläsehalle bietet heute einen außergewöhnlichen Rahmen für internationale Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen. Kunst und Industriekultur konkurrieren hier nicht miteinander. Die Dimensionen der Halle, die historischen Maschinen und die präsentierten Werke verstärken vielmehr gegenseitig ihre Wirkung.
Auch die Geschichte der Menschen, die in der Völklinger Hütte arbeiteten, wird nicht ausgeblendet. In der ehemaligen Sinteranlage erinnert Christian Boltanskis Dauerinstallation Die Zwangsarbeiter an die Männer und Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs zur Arbeit in den Röchling-Werken gezwungen wurden.
Die Installation besteht aus einer meterhohen Wand mit Archivkästen und einem schmalen Durchgang. Im Untergeschoss informiert außerdem eine Dauerausstellung über die Unternehmerfamilie Röchling und ihre Rolle in der Geschichte des Werks.
Das Paradies: Wenn die Natur die Industrieanlage zurückerobert
Einen weiteren Kontrast zur schweren Industrie bildet das sogenannte Paradies auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei. Dort breitet sich zwischen Stahl, Beton und Mauerresten eine Gartenwildnis aus. Die Natur erobert das stillgelegte Industrieareal Schritt für Schritt zurück und zeigt damit eine ganz andere Seite der Völklinger Hütte.
Für die Völklinger Hütte solltest du mindestens einen halben Tag einplanen. Wer an einer Führung teilnimmt, die Ausstellungen besucht und bis zur Aussichtsplattform hinaufsteigt, kann hier auch problemlos länger bleiben. Bequeme, feste Schuhe sind angesichts der weiten Wege, Metalltreppen und Gitterroste unbedingt sinnvoll.
Völklinger Hütte auf einen Blick



Saarschleife
Die Saarschleife bei Mettlach ist das bekannteste Landschaftsmotiv des Saarlandes. Vom bewaldeten Höhenrücken bei Orscholz blickst du auf die Saar, die hier in einer engen Schleife den Bergrücken umfließt. Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen dem ruhigen Fluss, den dichten Wäldern und den steilen Hängen.
Ich entschied mich für den Baumwipfelpfad Saarschleife. Der bequem begehbare Weg führt nahezu ohne Steigung durch den Wald und steigt erst im großen Aussichtsturm langsam in die Höhe. Oben öffnet sich der Blick weit über die Saarschleife und die umliegende Landschaft.
Der Baumwipfelpfad eignet sich besonders, wenn du die Saarschleife ohne längere Wanderung erleben möchtest. Die Wege sind breit und ohne Treppen angelegt, auch der Aussichtsturm wird über eine sanft ansteigende Rampe erreicht. Unterwegs informieren verschiedene Stationen über den Wald und seine Bewohner.
Direkt unterhalb des Turms liegt der kostenlose Aussichtspunkt Cloef. Von dort hast du ebenfalls den klassischen Blick auf die Saarschleife, allerdings aus einer niedrigeren Perspektive. Die Cloef bietet sich vor allem an, wenn du den Aussichtspunkt in eine Wanderung einbeziehen oder auf den kostenpflichtigen Baumwipfelpfad verzichten möchtest. Vom höheren Aussichtsturm lässt sich die Form der Flussschleife jedoch noch umfassender überblicken.
Wandern rund um die Saarschleife
Rund um die Saarschleife führen mehrere Traumschleifen und kürzere Traumschleifchen durch Wälder, über Höhenzüge und zu weiteren Aussichtspunkten.
Prüfe vorab Länge, Höhenmeter und Wegbeschaffenheit der jeweiligen Route. Neben bequemen Spazierwegen gibt es auch anspruchsvollere Wanderungen mit steilen und teilweise unebenen Passagen. Die kürzeren Traumschleifchen eignen sich gut, wenn du nur einige Stunden unterwegs sein möchtest.
Die Saarschleife vom Schiff aus erleben
Eine weitere Möglichkeit ist eine Schifffahrt ab Mettlach. Dabei erlebst du die Saarschleife nicht von oben, sondern vom Wasser aus und fährst zwischen den bewaldeten Hängen hindurch.
Diese Perspektive würde ich bei meinem nächsten Aufenthalt gern ergänzen. Vom Aussichtsturm erkennst du besonders gut die charakteristische Form der Schleife; vom Schiff aus erschließen sich dagegen die Enge des Flusstals und die bewaldeten Ufer aus nächster Nähe.
Ein oder zwei Tage rund um die Saarschleife?
In der Umgebung der Saarschleife liegen mehrere weitere Kultur- und Ausflugsziele. Dazu gehören die Villeroy & Boch Welt in Mettlach sowie die Römische Villa Borg und die Villa Nennig an der Obermosel bei Perl.
Für einen einzigen Tag solltest du deshalb Prioritäten setzen:
- Natur und Bewegung: Wanderung mit Aussichtspunkt Cloef oder Baumwipfelpfad und anschließend Mettlach
- Kultur und Geschichte: Baumwipfelpfad, Villeroy & Boch Welt und entweder Villa Borg oder Villa Nennig
- Flusserlebnis: Baumwipfelpfad oder Cloef am Vormittag und Schifffahrt ab Mettlach am Nachmittag
Möchtest du wandern, eine Schifffahrt unternehmen und zusätzlich Mettlach sowie beide römischen Stätten besuchen, solltest du für die Region zwei Tage einplanen. Ausführlicher stelle ich die Villeroy & Boch Welt und die römischen Villen weiter unten bei den Zielen vor, die noch auf meiner persönlichen Saarlandliste stehen.
Saarschleife und Baumwipfelpfad auf einen Blick




Sankt Wendeler Land: Klosterkunst, Weitblicke und keltische Geschichte
Im Norden des Saarlandes verbindet das Sankt Wendeler Land historische Städte und bedeutende Kulturorte mit bewaldeten Höhen, Wanderwegen und dem Bostalsee. Von Saarbrücken erreichst du die Region in etwa 40 bis 50 Minuten.
Für einen Tagesausflug lassen sich die Abtei Tholey, der Schaumberg und St. Wendel sehr gut miteinander verbinden. Ich kannte Tholey und St. Wendel bereits von einem früheren Besuch während der Weihnachtsmarktzeit. Diesmal kehrte ich zur Abtei zurück, um mir die neuen Künstlerfenster noch einmal in Ruhe anzusehen, und ergänzte den Ausflug um den Schaumberg.
Abtei Tholey: Gerhard Richter und Mahbuba Maqsoodi
Die Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey gilt als ältestes Kloster auf deutschem Boden. Ihre Ursprünge reichen bis in die Spätantike zurück. Das heutige Erscheinungsbild der Abteikirche wird jedoch vor allem von der gotischen Architektur und den modernen Glasfenstern geprägt.
International bekannt wurde die Kirche durch die drei abstrakten Chorfenster von Gerhard Richter. Ihre gespiegelten Muster gehen auf sein Künstlerbuch Patterns zurück und verändern ihre Wirkung je nach Tageszeit und Lichteinfall.
Ebenso sehenswert sind die Fenster von Mahbuba Maqsoodi. Die in Afghanistan geborene und in München lebende Künstlerin gestaltete den Großteil der neuen Kirchenfenster mit figürlichen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.
Während Richters abstrakte Formen viel Raum für eigene Assoziationen lassen, erzählen Maqsoodis Fenster konkrete biblische Geschichten. Beide Bildsprachen verbindet ihre intensive Farbigkeit.
Gerade dieses Nebeneinander fand ich besonders spannend. Die Fenster wirken nicht wie voneinander unabhängige Kunstwerke, sondern verändern gemeinsam den gesamten Kirchenraum. Man kommt vielleicht wegen Gerhard Richter nach Tholey, sollte sich aber genügend Zeit nehmen, um auch Maqsoodis Arbeiten genauer anzusehen.
Sehenswert ist außerdem der gepflegte Klostergarten. Vom Café auf der Terrasse hast du einen schönen Blick über das Klostergelände und kannst den Besuch bei Kaffee und Kuchen ausklingen lassen.
Abtei Tholey auf einen Blick

Schaumberg: Aussicht über das nördliche Saarland
Nur wenige Kilometer von der Abtei entfernt erhebt sich der rund 569 Meter hohe Schaumberg. Er gehört zu den bekanntesten Aussichtspunkten des Saarlandes und lässt sich bequem mit einem Besuch in Tholey verbinden.
Auf dem Gipfel steht der Schaumbergturm, dessen Aussichtsplattform mit einem Aufzug erreichbar ist. Von oben reicht der Blick über das Sankt Wendeler Land und weite Teile des Saarlandes. Bei klarer Sicht erkennst du am Horizont auch die Höhenzüge der angrenzenden Regionen.
Im Turm informieren Ausstellungen über die Geschichte des Schaumbergs und die deutsch-französischen Beziehungen. Auch das Plateau selbst ist weitgehend barrierefrei zugänglich.
Für mich war der Schaumberg die passende Ergänzung zur Abtei. Nach dem konzentrierten Blick auf Kunst und Klostergeschichte öffnet sich hier oben die Landschaft.
Schaumberg auf einen Blick

St. Wendel: Pilgerstadt rund um die Wendelinusbasilika
Die Kreisstadt St. Wendel bildet das kulturelle Zentrum der Region. Rund um den Schlossplatz, den Fruchtmarkt und die Fußgängerzone findest du historische Häuser, Cafés und kleine Geschäfte. Der Ort eignet sich gut für einen Stadtbummel und eine längere Mittagspause nach dem Besuch von Tholey und Schaumberg.
Im Mittelpunkt steht die spätgotische Basilika St. Wendelin. Sie wurde über dem Grab des heiligen Wendelin errichtet, der der Überlieferung zufolge im 6. Jahrhundert als Einsiedler und Missionar in der Region lebte. Seine Verehrung machte St. Wendel über Jahrhunderte zu einem bedeutenden Wallfahrtsort.
Im Inneren fällt besonders die reich gestaltete Hochgrabanlage auf, in der die Gebeine des Heiligen aufbewahrt werden. Die Basilika ist nicht nur das wichtigste Bauwerk der Stadt, sondern erklärt auch, weshalb sich St. Wendel zu einem regionalen Zentrum entwickeln konnte.
Ich hatte St. Wendel erstmals in der Adventszeit besucht. Dann wird die Altstadt zur stimmungsvollen Kulisse für den Weihnachts- und Mittelaltermarkt. Außerhalb der Weihnachtszeit lässt sich die historische Mitte jedoch wesentlich ruhiger erkunden.
St. Wendel auf einen Blick


Bostalsee: Ein zusätzlicher Tag zum Erholen
Wenn du länger im Sankt Wendeler Land bleibst, kannst du einen zusätzlichen Erholungstag am Bostalsee einplanen. Der Stausee bei Nohfelden ist von Spazier- und Radwegen umgeben und bietet Strandbäder, Wassersportmöglichkeiten und Gastronomie.
Für meinen nächsten Aufenthalt könnte ich mir den Bostalsee gut als ruhigen Gegenpol zu Museen, Kirchen und historischen Orten vorstellen. Gerade bei einer einwöchigen Saarlandreise sorgt ein Tag am Wasser dafür, dass das Programm nicht ausschließlich aus Besichtigungen besteht.
Nonnweiler: Keltenpark und Ringwall von Otzenhausen
In der Gemeinde Nonnweiler liegt mit dem Keltischen Ringwall von Otzenhausen eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen Europas. Die auch als Hunnenring bekannte Anlage entstand im ersten Jahrhundert vor Christus. Teile ihrer mächtigen Steinwälle erreichen noch heute eine beträchtliche Höhe.
Am Fuß des Ringwalls vermittelt der Keltenpark Otzenhausen mit einem rekonstruierten Keltendorf, Ausstellungen und Veranstaltungen Einblicke in das Leben der keltischen Bevölkerung. Gleichzeitig bildet er das saarländische Eingangstor zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald.
Für den Weg zum Ringwall solltest du feste Schuhe tragen. Er führt durch den Wald und besitzt deutlich mehr Steigung als die Spazierwege am Bostalsee. Wer Archäologie und Natur miteinander verbinden möchte, kann hier einen halben bis ganzen Tag verbringen.
Keltenpark und Ringwall von Otzenhausen auf einen Blick

Wie viel Zeit solltest du für das Sankt Wendeler Land einplanen?
Die Abtei Tholey, der Schaumberg und St. Wendel lassen sich gut an einem Tag verbinden, wenn du morgens aufbrichst und am Schaumberg keine größere Wanderung planst.
Ein sinnvoller Tagesablauf könnte so aussehen:
- Vormittag: Abtei Tholey und Klostergarten
- Mittagszeit: Schaumberg mit Aussichtsturm
- Nachmittag: St. Wendel mit Basilika, Stadtrundgang und Einkehr
Möchtest du am Schaumberg wandern, den Bostalsee besuchen oder den Ringwall von Otzenhausen erkunden, solltest du dafür mindestens einen zusätzlichen Tag vorsehen.
Saarkohlenwald und Urwald vor den Toren der Stadt
Nur wenige Kilometer vom Saarbrücker Zentrum entfernt beginnt mit dem Saarkohlenwald eine ausgedehnte Waldlandschaft, die eng mit der Bergbaugeschichte der Region verbunden ist. Zwischen alten Grubenstandorten, Absinkweihern, Halden und ehemaligen Transportwegen hat sich ein vielseitiges Naherholungsgebiet entwickelt.
Ein besonderer Teil davon ist der Urwald vor den Toren der Stadt. Hier wird der Wald nicht mehr regulär forstwirtschaftlich genutzt. Umgestürzte Bäume bleiben liegen, Totholz bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen, und die Natur darf sich weitgehend ohne menschliche Eingriffe entwickeln.
Einen ursprünglichen, unberührten Urwald hat es an dieser Stelle allerdings nicht durchgehend gegeben. Der Name beschreibt vielmehr das Ziel, langfristig wieder eine möglichst naturnahe Waldlandschaft entstehen zu lassen.
Das historische Forsthaus Neuhaus liegt mitten im Grünen und ist ein guter Ausgangspunkt für Spaziergänge und Wanderungen. Bei meinem nächsten Aufenthalt möchte ich mehr Zeit mitbringen und einen der Rundwege durch den Urwald gehen. Die Verbindung aus stiller Waldlandschaft und sichtbaren Spuren der Industriegeschichte finde ich besonders interessant. Anschließend bietet sich eine Einkehr im Restaurant Forsthaus Neuhaus an. Der große Biergarten ist bei schönem Wetter ein angenehmer Abschluss des Ausflugs.
Wandern zwischen Natur und Bergbaugeschichte
Durch den Saarkohlenwald führen mehrere Wander- und Themenwege unterschiedlicher Länge. Sie erschließen nicht nur den Urwald, sondern auch ehemalige Bergbaustandorte und Relikte der industriellen Vergangenheit.
Je nach Route erwarten dich breite Waldwege, schmalere Pfade und teilweise feuchte oder unebene Abschnitte. Für einen kurzen Spaziergang kannst du am Forsthaus Neuhaus starten und eine kleinere Runde wählen. Bei einer längeren Wanderung solltest du dich vorher über Strecke, Höhenmeter und Wegbeschaffenheit informieren.
Saarkohlenwald und Urwald vor den Toren der Stadt auf einen Blick



Welche Saarland-Sehenswürdigkeiten möchte ich noch besuchen?
Nach drei Tagen im Saarland war meine Liste nicht kürzer, sondern länger geworden. Einige Ziele hatte ich bereits in meine Reiseplanung aufgenommen, musste sie aus Zeitgründen aber streichen. Andere entdeckte ich erst während meines Aufenthalts.
Diese noch offenen Orte ergänzen meine bisherige Reise um römische Geschichte, Keramikkultur, barocke Stadtplanung, unterirdische Anlagen und ruhigere Tage in einer alten Kulturlandschaft.
Villeroy & Boch Welt in Mettlach
Mettlach ist vor allem als Unternehmenssitz von Villeroy & Boch bekannt. Die neue Villeroy & Boch Welt befindet sich in der Alten Abtei, einem ehemaligen Benediktinerkloster, das seit dem 19. Jahrhundert als Hauptsitz des Keramikunternehmens dient.
Die Ausstellung verbindet Unternehmensgeschichte, Design und Keramikkultur. Da Mettlach nur wenige Kilometer von der Saarschleife entfernt liegt, lässt sich der Besuch gut mit dem Baumwipfelpfad oder einer Wanderung zur Cloef verbinden.

Römische Villa Borg und Villa Nennig bei Perl
An der Obermosel bei Perl liegen gleich zwei bedeutende Zeugnisse der römischen Vergangenheit. Sie ergänzen sich gut, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Die Römische Villa Borg ist ein rekonstruierter römischer Gutshof mit Herrenhaus, Badeanlage, Gärten und archäologischem Museum. In der Villa Nennig steht dagegen ein originales Kunstwerk im Mittelpunkt: ein etwa 160 Quadratmeter großer Mosaikboden mit detailreichen Szenen aus dem Amphitheater.
Wer sich ausführlicher für römische Geschichte interessiert, sollte nicht zwischen beiden Stätten wählen, sondern genügend Zeit für beide einplanen.

Bliesgau und Blieskastel
Der Bliesgau im Südosten des Saarlandes steht für eine ganz andere Landschaft als die bewaldeten Höhen rund um die Saarschleife oder den Saarkohlenwald. Streuobstwiesen, sanfte Hügel, Wälder und Dörfer prägen diese alte Kulturlandschaft.
Als Standort oder Ausgangspunkt bietet sich Blieskastel an. Die kleine Barockstadt besitzt eine geschlossene historische Mitte mit Bürgerhäusern, Kirchen und Plätzen. Die Verbindung aus Stadtbummel, regionaler Küche und Spaziergängen durch den Bliesgau klingt für mich nach einem idealen ruhigen Reisetag.

Saarlouis und das Saarpolygon
Saarlouis wurde im 17. Jahrhundert unter Ludwig XIV. als französische Festungsstadt gegründet. Teile der Festungsanlagen und der geometrische Stadtgrundriss erinnern noch heute an diese Vergangenheit.
Einen Besuch würde ich mit dem Saarpolygon auf der Halde Duhamel in Ensdorf verbinden. Die begehbare Stahlskulptur erinnert an den Steinkohlebergbau, der das Saarland über Generationen prägte. Nach dem Aufstieg auf die Halde öffnet sich ein weiter Blick über das ehemalige Bergbaurevier.

Schlossberghöhlen und Festungsruine in Homburg
Unterhalb der ehemaligen Festung Homburg erstreckt sich ein weit verzweigtes System aus von Menschen geschaffenen Gängen und großen Kuppelhallen. Die Schlossberghöhlen gelten als die größten Buntsandsteinhöhlen Europas.
Der Besuch lässt sich mit einem Spaziergang zu den Ruinen der Hohenburg auf dem Schlossberg verbinden. Unter Ludwig XIV. war auch der französische Festungsbaumeister Vauban am Ausbau der Anlage beteiligt.
Damit vereint Homburg zwei Themen, die sich durch meine Saarlandreise ziehen: die deutsch-französische Geschichte und Orte, deren interessanteste Ebenen unter der Erde liegen.
Praktische Tipps für deine Saarlandreise
Die Entfernungen im Saarland sind kurz, trotzdem lohnt es sich, die Reise nicht zu dicht zu planen. Viele Sehenswürdigkeiten brauchen mehr Zeit, als ihre Lage auf der Karte vermuten lässt. Die folgenden Tipps helfen dir bei der Wahl der Reisedauer, des Standorts und der passenden Tagesausflüge.
Wie viele Tage solltest du für das Saarland einplanen?
Für die wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten solltest du mindestens vier Tage einplanen. In dieser Zeit kannst du Saarbrücken erkunden, die Völklinger Hütte besuchen, einen Tag rund um die Saarschleife verbringen und die Abtei Tholey, den Schaumberg und St. Wendel miteinander verbinden.
Ich selbst war drei Tage im Saarland. Das reichte für einen intensiven ersten Eindruck, war aber knapp bemessen. Dabei kam mir zugute, dass ich St. Wendel und die Abtei Tholey bereits von einem früheren Besuch kannte und meine Aufenthalte dort diesmal kürzer halten konnte.
Für eine entspannte Reise empfehle ich mindestens eine Woche. Dann bleibt zusätzlich Zeit für eine Wanderung im Urwald vor den Toren der Stadt, einen Erholungstag am Bostalsee oder weitere Kultur- und Naturziele wie den Bliesgau, Saarlouis, Homburg und die römischen Villen bei Perl.
Mein Fazit zur Reisedauer:
- 3 Tage: intensiver erster Überblick
- 4 Tage: die wichtigsten Highlights ohne allzu großen Zeitdruck
- 1 Woche: Kultur, Natur und Erholung sinnvoll miteinander verbinden
Ist Saarbrücken der richtige Standort für eine Saarlandreise?
Meine Antwort nach dieser Reise lautet: Für einen ersten Aufenthalt ja, ohne Wenn und Aber.
Von Saarbrücken aus kannst du nicht nur die Landeshauptstadt selbst erkunden, sondern auch viele der wichtigsten Ausflugsziele des Saarlandes im Rahmen von Tagesausflügen erreichen. Völklingen, die Saarschleife, Tholey mit dem Schaumberg und St. Wendel liegen alle in gut erreichbarer Entfernung.
Gleichzeitig bietet Saarbrücken eine große Auswahl an Restaurants, Cafés, Hotels und kulturellen Angeboten. Gerade am Abend ist es angenehm, nach einem langen Besichtigungstag noch zu Fuß durch die Innenstadt gehen und spontan einkehren zu können.
Für einen längeren Aufenthalt mit Schwerpunkt Natur kann ein zweiter Standort sinnvoll sein, zum Beispiel am Bostalsee oder im Bliesgau. Zwingend notwendig ist das wegen der kurzen Entfernungen allerdings nicht. Wer nur einmal das Hotel beziehen möchte, kann auch eine einwöchige Saarlandreise gut von Saarbrücken aus planen.
Wo übernachten im Saarland? Meine Empfehlung in Saarbrücken
Während meiner Saarlandreise wohnte ich im Hotel Am Triller, das ruhig in einem Villenviertel oberhalb des Saarbrücker Schlosses liegt. Den St. Johanner Markt mit seinen Restaurants und Straßencafés erreichst du zu Fuß in etwa 15 Minuten. Für meine Tagesausflüge war die Lage ebenfalls praktisch, da ich mit dem Auto schnell aus der Stadt herauskam.
Untergebracht war ich in einem geräumigen Studio im farbenfrohen Pop-Art-Stil. Es bot deutlich mehr Platz als ein klassisches Hotelzimmer und war auch für einen längeren Aufenthalt komfortabel ausgestattet. Neben einer gemütlichen Sitzecke und einem großen Smart-TV gab es einen Arbeitsplatz für zwei Personen sowie eine vollständig eingerichtete Küchenzeile mit Backofen und Geschirrspüler.
Das moderne Badezimmer verfügte über eine große Duschkabine und viel Stauraum. Bei den sommerlichen Temperaturen war ich außerdem sehr froh über die Klimaanlage.
Auch das Frühstück hat mir gut gefallen. Am reichhaltigen Buffet gab es unter anderem frischen Obstsalat, Joghurt, Tomate mit Mozzarella, hochwertigen Aufschnitt und eine gute Käseauswahl. Damit konnte ich mich morgens in Ruhe für meine langen Besichtigungstage stärken.
Besonders angenehm fand ich den freundlichen und persönlichen Service. Die Mitarbeiterinnen an der Rezeption versorgten mich mit guten Restauranttipps für die Innenstadt und halfen bei Fragen jederzeit unkompliziert weiter.
Wenn du mit dem Auto anreist, sind die drei Parkebenen direkt am Haus ein weiterer Vorteil. Während meines Aufenthalts fand ich dort immer einen freien Platz. Für mich war das Hotel Am Triller deshalb eine sehr gute Basis, um Saarbrücken und das Saarland individuell zu erkunden.





Brauchst du im Saarland ein Auto?
Ich persönlich würde das Saarland am liebsten mit dem Auto erkunden. Gerade wenn du mehrere Sehenswürdigkeiten an einem Tag verbinden möchtest, bist du damit deutlich flexibler. Das gilt zum Beispiel für Tholey, den Schaumberg und St. Wendel oder für die Saarschleife mit Mettlach und den römischen Villen bei Perl.
Ganz ohne Auto ist eine Saarlandreise aber durchaus möglich. Von Saarbrücken aus erreichst du viele wichtige Ziele mit Bahn und Bus. Besonders unkompliziert ist die Fahrt nach Völklingen und St. Wendel. Für abgelegenere Naturziele, Wanderparkplätze oder mehrere Stationen an einem Tag musst du allerdings mehr Zeit einplanen und die Verbindungen sorgfältig aufeinander abstimmen.
Praktisch ist die Saarland Card, die du bei teilnehmenden Unterkünften ab zwei Übernachtungen erhältst. Mit ihr kannst du während deines Aufenthalts Busse und Bahnen im Netz des saarVV kostenlos nutzen. Außerdem ist bei zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Eintritt enthalten.
Meine Empfehlung: Möchtest du vor allem Saarbrücken, Völklingen und einzelne gut angebundene Orte besuchen, kannst du auf das Auto verzichten. Für eine individuelle Rundreise mit Saarschleife, Tholey, Bliesgau, Bostalsee oder den römischen Stätten ist ein Auto jedoch wesentlich bequemer.
Wann ist die beste Reisezeit für das Saarland?
Für eine Reise durch das Saarland empfehle ich vor allem Mai und Juni sowie September und Oktober. In diesen Monaten lassen sich Stadtbesichtigungen, Ausflüge zur Saarschleife, Wanderungen und Naturtage meist angenehm miteinander verbinden. Auch Schifffahrten auf der Saar und viele saisonale Freizeitangebote finden in dieser Zeit statt.
Im Juli und August kann es dagegen sehr heiß werden. Das ist vor allem bei längeren Stadtbesichtigungen, auf Aussichtspunkten und bei Wanderungen anstrengend. Wer hohe Temperaturen schlecht verträgt, reist deshalb besser im späten Frühjahr oder im frühen Herbst.
Eine ganz andere Saarlandreise bietet der Dezember. Dann lohnt sich die Region besonders wegen ihrer Weihnachtsmärkte. Sehr gut gefallen hat mir der Weihnachts- und Mittelaltermarkt in St. Wendel. An den Adventswochenenden scheint er allerdings das halbe Saarland anzuziehen. Bei meinem Besuch war es jedenfalls ausgesprochen voll.
Auch der Weihnachtsmarkt in Saarbrücken bietet eine gute Gelegenheit, die Landeshauptstadt in festlicher Atmosphäre zu erleben. Für eine klassische Rundreise mit Natur, Aussichtspunkten und längeren Ausflügen würde ich dennoch Mai und Juni oder September und Oktober wählen.
Welche Ziele eignen sich bei Regen?
Auch bei schlechtem Wetter gibt es im Saarland genügend Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Besichtigungstag. Besonders groß ist die Auswahl in Saarbrücken.
Das Historische Museum Saar mit der unterirdischen Burganlage lässt sich gut mit der Schlosskirche und weiteren Kulturorten rund um den Schlossplatz verbinden. Kunstinteressierten empfehle ich außerdem die Moderne Galerie des Saarlandmuseums. Ihre Sammlungen reichen von der Kunst des 19. Jahrhunderts über Impressionismus und Expressionismus bis zur Gegenwart. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Austausch zwischen deutschen und französischen Kunstströmungen.
Möchtest du einen Museumsbesuch mit Shopping verbinden, bietet sich die Europa-Galerie am Saarbrücker Hauptbahnhof an. Ein Teil des Einkaufszentrums befindet sich in der denkmalgeschützten ehemaligen preußischen Bergwerksdirektion, deren historische Fassade und repräsentative Innenräume in den Neubau einbezogen wurden.
Auch die Abtei Tholey ist eine gute Wahl für einen Regentag. Die modernen Fenster von Gerhard Richter und Mahbuba Maqsoodi wirken je nach Lichteinfall unterschiedlich, sind aber auch bei bedecktem Himmel sehenswert.
Die Völklinger Hütte würde ich bei starkem oder dauerhaftem Regen dagegen nur eingeschränkt empfehlen. Zwar befinden sich wichtige Ausstellungen in der Gebläsehalle und weiteren Innenräumen, doch ein großer Teil des Rundgangs führt über das weitläufige Außengelände. Wer das gesamte Welterbe mit Hochofengruppe, Gichtbühne und Erzschrägaufzug erkunden möchte, sollte möglichst einen trockenen Tag wählen.
Eine gute Alternative sind die Schlossberghöhlen in Homburg. Die weitläufigen Gänge und Kuppelhallen liegen geschützt unter dem Schlossberg. Da in den Höhlen ganzjährig niedrige Temperaturen herrschen, solltest du auch im Sommer eine Jacke und feste Schuhe mitnehmen.
In Saarlouis bieten sich das Städtische Museum zur Geschichte der Festungsstadt und die Ludwig Galerie mit wechselnden Kunstausstellungen an. Sobald der Regen nachlässt, kannst du den Besuch mit einem Rundgang durch die historische Innenstadt verbinden.
Ist das Saarland auch eine Weinregion?
Ja, wenn auch in kleinerem Umfang, als der Begriff „Saarwein“ zunächst vermuten lässt. Der Weinbau im Bundesland Saarland konzentriert sich auf die Obermosel rund um Perl, Nennig und Sehndorf. Die Weinberge gehören zum Anbaugebiet Mosel und bilden dort den Bereich Moseltor.
Die Reben wachsen überwiegend auf Muschelkalkböden. Neben Elbling, einer der ältesten in Mitteleuropa kultivierten Rebsorten, werden vor allem Weiß- und Grauburgunder, Auxerrois, Chardonnay und Spätburgunder angebaut. Gerade die Burgunderweine und Winzersekte gelten als Spezialitäten der saarländischen Obermosel.
Die Weinorte lassen sich gut mit den römischen Villen bei Perl oder einem Ausflug zur Saarschleife verbinden. Nach vorheriger Anmeldung kannst du bei einzelnen Weingütern die regionalen Weine und Sekte probieren.
Bei meiner Reise blieb dafür leider keine Zeit. Für einen nächsten Aufenthalt würde ich einen zusätzlichen Tag an der Obermosel einplanen und den Besuch der Villa Borg und der Villa Nennig mit einer Weinprobe verbinden. So käme neben Kultur und Natur auch der Genussaspekt des Saarlandes noch stärker zur Geltung.
Wo kannst du in Saarbrücken und Umgebung gut essen?
Saarbrücken hat mich auch kulinarisch überzeugt. Rund um den St. Johanner Markt, das Schloss und die Basilika findest du zahlreiche Restaurants und Cafés, in denen du regionale Küche mit französischen Einflüssen probieren kannst.
Im Gasthaus Zahm nahe dem St. Johanner Markt bestellte ich Boudin noir, französische Blutwurst mit Kartoffelstampf, Äpfeln und Zwiebeln. Das deftige Gericht passt gut zur Grenzregion und schmeckte mir ausgesprochen gut. Besonders angenehm ist, dass du bei schönem Wetter draußen sitzen kannst.
Im Restaurant Tomate 2 probierte ich mit Rindfleischsalat und Bratkartoffeln ein weiteres typisch saarländisches Gericht. Auch hier gibt es schöne Plätze im Freien. Sowohl im Gasthaus Zahm als auch in der Tomate 2 wurden vorweg Oliven mit Baguette serviert. Eine Geste, die den französischen Einfluss einmal mehr spürbar machte.
Für eine kleinere Mahlzeit eignet sich das Café am Schloss. Am letzten Abend aß ich dort unter schattenspendenden Bäumen eine Quiche Lorraine mit Salat. Nach meiner üppigen Waffelpause am Nachmittag war das allerdings auch vollkommen ausreichend.
Diese Waffelpause hatte ich im LUUC direkt an der Basilika St. Johann eingelegt. Die Portion belgischer Waffeln mit Pistaziencreme, Vanilleeis, Sahne und Heidelbeeren war so groß, dass sie problemlos als Hauptmahlzeit durchging.
Auch außerhalb Saarbrückens habe ich einige gute Einkehrmöglichkeiten kennengelernt. In St. Wendel kann ich das Café Restaurant Le Journal am Schlossplatz empfehlen. Es ist meist gut besucht und eignet sich gut für eine Pause während des Stadtbummels.
Bei der Abtei Tholey liegt das Café im Klostergarten, das von der Bäckerei Gillen betrieben wird. Zwar ist hier Selbstbedienung, dafür sitzt du sehr schön mit Blick ins Grüne. Auch der Kuchen hat mir gut geschmeckt.
Auf dem Schaumberg wirkt die Schaumberg Alm mit saarländischen und alpenländischen Spezialitäten sehr einladend. Dort habe ich selbst nicht gegessen, würde sie bei einem weiteren Besuch aber als Einkehrmöglichkeit einplanen.
Fazit: Das Saarland verdient mehr als ein verlängertes Wochenende
Vor meiner Reise dachte ich, drei Tage würden für einen guten Überblick ausreichen. Schließlich sind die Entfernungen im Saarland kurz und viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander. Vor Ort merkte ich jedoch schnell, dass kurze Fahrstrecken nicht automatisch ein kleines Reiseprogramm bedeuten.
Besonders überrascht hat mich die Vielfalt. Innerhalb weniger Tage wechselte ich zwischen der unterirdischen Burganlage in Saarbrücken, den Hochöfen der Völklinger Hütte, der Saarschleife und den modernen Kirchenfenstern in Tholey. Dazu kamen barocke Plätze, Erinnerungsorte, Waldlandschaften und eine Gastronomie, in der der französische Einfluss ganz selbstverständlich spürbar ist.
Saarbrücken war für meinen ersten Aufenthalt der richtige Standort. Von dort aus konnte ich die unterschiedlichen Seiten des Saarlandes gut kennenlernen und nach den Tagesausflügen den Abend in der lebendigen Innenstadt ausklingen lassen.
Gleichzeitig ist noch vieles offen geblieben: die römischen Villen und die Weinorte an der Obermosel, die Villeroy & Boch Welt, Saarlouis, der Bliesgau, die Schlossberghöhlen in Homburg und eine längere Wanderung durch den Saarkohlenwald.
Deshalb werde ich wiederkommen. Das Saarland ist klein genug für kurze Wege, aber vielseitig genug für einen längeren Urlaub.



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